Big Band Walle - teamwork on stage

17 Musiker - ein Sound - und was für einer! Bei der Gründung 1984 verpflichteten sich die Musiker dem groovigen Big Band Sound. Daran hat sich nach über 30 Jahren bis heute nichts geändert. Das Repertoire der Band zeichnet sich vor allen durch seine große musikalische Vielfalt aus. Mit einer mitreißenden Mischung von Swing, Latin, Funk und Soul bis hin zum Cool Jazz weiß es sein Publikum durch große Spielfreude zu begeistern. Alle Mitglieder sind leidenschaftliche Amateurmusiker, welche ihre Liebe zum Jazzorchester teilen. Die einzelnen Musiker spielen in vielen anderen Bands - aber in der Big Band zu spielen ist für alle  immer wieder ein großes Erlebnis - und echtes  teamwork on stage.


Unser Video TIP-CLIP "Maischa" zu Gast bei der BB Walle

Maischa Perdelwitz - Die Sängerin mit Gänsehautfeeling hat u.a. einen ersten Platz beim Musikschul-Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ belegt und war bei „the voice of germany“ in 2013 unter den letzten 150 Sängern. Weiter wurde sie für die Bundesbegegnung „Schulen musizieren 2014″ ausgewählt, als einzige Formation das Land Bremen vertreten zu dürfen.


Unser Video TIP-CLIP (6)

Generalprobe bei den "Kollegen" von der WDR Big Band:  Unter der Leitung von Thorsten Maaß spielt Newcomer Jacob Collier "I wish" von Stevie Wonder. Super Arrangement vom Trompeter Maaß. Big Band Konzerte lohnen sich immer. Man beachte auch den Trompeter Ruud Breuls. Er hat noch Zeit genug während der Probe zu simsen.



Unser Video TIP-CLIP (5)

FABLES OF FAUBUS haben wir immer wieder im Programm und spiele es gerne (s.u.). Cord spielt ein herrliches Baritonsaxophon dazu.


Im Oktober 1960 spielte  Charles Mingus eine Komposition mit dem Titel FABLES OF FAUBUS ein. Die Musiker sangen in ziemlich rüden Tonfall dazu einen Song, den Mingus als Attacke gegen die rassistische Politik des damaligen Gouvernour von Arkansas, Orval Faubus, geschrieben hatte. Faubus ließ 1957 in Little Rock die Nationalgarde  aufmarschieren , um ein paar schwarze Kinder am Betreten der per Gesetz verfügten integrierten Schule zur hindern.
Im Text heißt es unter anderem: Hergott, lass sie uns nicht federn und teeren. Herrgott, nie mehr Hakenkreuze. Herrgott, niemehr Ku Klux Klan. Nenn mir jemand Lächerliches, Dannie? Gouverneur Faubus! Warum ist er so krank und lächerlich? Er will keine integrierten Schulen. Dann ist er ein Depp! Buh!

 

Im Prinzip ist es also ein ganz aktuelles Stück. Wir buhen heute noch.


Unser Video TIP-CLIP (4)

 Auf seine typische Weise Sachen zu beschreiben, erklärt Dizzy Gillespie  in diesem Video wie MANTECA in der Zusammenarbeit mit Chono Pozo entstand und wie der Arrangeur Walter "Gil" Fuller es "aufblähte".


Manteca (1947) ist eines der wichtigsten amerikanischen Jazz Stücke und gehört im Prinzip zu eines der ersten Jazz-Standards. Man beachte in diesem Video die vertikalen, rhythmischen Bewegungen des Kontrabassisten und die "horizontale" Spielart des Schlagzeugers! Sehenswert. Wenn wir das Stück spielen, hört sich das nicht nur anders an - sondern es sieht auch anders aus.


Unser Video TIP-CLIP (3)

Walter Becker und Donald Fagen sind mit der Gruppe Steely Dan faszinierende Songs wie PEG gelungen, die zeitlos sind und eigentlich nie langweilig werden. Auch nach Jahren entdeckt man immer wieder neue Seiten dieser Musik. Wie Steely Dan verschiedene Stile zu ihrer Soul-/Funk-/Blues-/Jazz-/Rock-Mixtur fusionieren ist schon großartig.

Für viele Fans sind die Stücke von Steely Dan die vielschichtigste, komplexeste und dennoch verführerischste Popmusik der vergangenen Jahrzehnte. Die Arrangements sind von einer ungeheuren Komplexität, auch mal versponnen bis verrückt und doch homogen.

 

Den Song PEG beschreibt Steely Dan auf der Erfolgsplatte Aja (1977) als "ein pantonaler 13-Takt Blues mit Refrain".  Wir wissen nicht, ob es das überhaupt gibt, einen pantonalen 13-Takt Blues mit Refrain, auf jeden Fall hat Peg einen ziemlich unwiderstehlichen Groove. Und deshalb spielen wir auch noch gern andere Stücke von Steely Dan.


Unser Video Tip Clip (2)

Miles Davis  egozentrischer Charakter hat nicht unwesentlich zum Mythos seines musikalischen Werkes beigetragen. Dem "Prince of Darkness" war es im Laufe seiner mehr als vierzigjährigen Karriere immer wieder gelungen, den Jazz radikal zu verändern und zu erneuern.

Über Miles Davis gibt es viele Anektoden.

Während sein Saxofonist auf der Bühne improvisiert, geht Bandleader Miles Davis langsam zu ihm hin und flüstert ihm ins Ohr, er wünsche sich nichts sehnlicher, als seinen früheren Saxofonisten hier zu sehen.

 

"Mistkerl" ist noch die harmloseste Bezeichnung für Musikerkollegen oder Manager, die Miles Davis nicht leiden konnte. Respekt hatte er aber auf jeden Fall vor dem Bassisten Ron Carter. Warum - erzählt Carter selber im obigen Video.

 

Intensiv und aggressiv-dynamisch produzierte Davis 1964 mit der Live Aufnahme  Four & More  einen wahren Hurrikan in der Philharmonic Hall im New Yorker Lincoln Center. Pianist Herbie Hancock swingt, Saxophonist George Coleman lässt die Muskeln spielen und alle lassen sich antreiben vom erst 19-jährigen Schlagzeuger Tony Williams. Unsere Band hat Rainer als Schlagzeuger und treibt das flotte Stück FOUR.


Unser Video Tip Clip (1)

Wer Big Band Musik liebt, kommt irgendwann an dem mehrmaligen Grammy Preisträger (4x) Sammy Nestico nicht vorbei. Er schrieb berühmte Arrangements für die Count Basie Band bis hin zum Symphonischen Blasorchester und schrieb zahlreiche Stücke für Hollywood-Filme und Fernsehserien (Mission Impossible, Streets of San Francisco,...).

 

Für William "Count" Basie hat es Nestico  verstanden, wirklich alles, was Basie und seine Band ausmacht (dynamische Spannweite mit fettem und doch filigranem Bläsergebrätz), unglaublich ausgefuchste Stücke zu schreiben. Alleine der eine Schnippsucht auslösende Titelsong BASIE STRAIGHT AHEAD mit seinen diversen stilistischen Zitaten aus verschiedenen Epochen ist ein Meisterwerk, weil er dabei völlig natürlich und organisch daherkommt. Wer uns in den letzten Jahren live gesehen hat, war bestimmt dieses organische Stück (meístens als erstes) dabei.